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Vorsicht vor der Cookie-Falle bei Shareit!

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Vorsicht vor der Cookie-Falle bei Shareit!

Sind Sie als Affiliate für Anbieter tätig, die ihre Produkte über Shareit! anbieten?

Dann sollten Sie die folgenden zwei Dinge beachten, um nicht in die Cookie-Falle von Shareit! zu tappen

Wenn Sie als Affiliate für Produktanbieter bei Shareit! aktiv sind, sollten Sie sich dringend mit der Cookie-Praxis dieses Partnerprogramms auseinandersetzen, da es sonst schnell zu einem bösen Erwachen kommen kann, da nicht Sie sondern andere Affiliates von Shareit! Ihre Provision verdienen.

Bevor ich ins Detail gehe, ein paar Grundlagen zum Partnerprogramm und Cookies:

Als Affiliate oder Partner verdienen Sie Ihr Geld durch die Vermittlung von fremden Produkten. D.h. wenn ein von Ihnen geworbener Kunde beim Anbieter ein Produkt kauft erhalten Sie eine Partnerprovision.

Um es für den Produktanbieter und Affiliate einfach zu machen übernehmen Unternehmen wie Shareit! oder ClickBank die Technik und Abwicklung.

Damit diese Unternehmen Ihren Interessenten Ihnen zuordnen können setzen Sie einen Cookie, quasi einen Notzizettel mit Ihrem Namen, im Browser Ihres Interessenten. Dort verweilt dieser Cookie so lange bis er von Ihrem Interessenten gelöscht wird oder seine Haltbarkeit abgelaufen ist. Kauft Ihr Interessent während der Cookie gültig ist, erhalten Sie die Provision.

Was sich so einfach in der Theorie anhört, ist in der Praxis schwierig, da es mehrere Faktoren gibt, die dazu führen das die Cookie-Technologie versagt.

Wenn zum Beispiel zwei Affiliates den gleichen Kunden geworben hat entscheidet das Modell des jeweiligen Unternehmens wer die Provision erhält.

Es gibt zwei unterschiedliche Cookie-Modelle:

  1. First comes first serves: Der erste Klick auf den Cookie zählt. D.h. der Affiliate der den Interessenten zuerst geworben hat erhält die Provision. (Shareit!-Modell)
  2. Last comes las serves: Der letzte Klick auf den Cookie zählt. D.h. der Affiliate auf dessen Link als letztes vor dem Kauf geklickt wurde erhält die Provision (ClickBank-Modell)

 

Welches der beiden Modelle gerechter ist lässt sich schlecht beurteilen, denn je nach dem aus welchem Blickwinkeln man guckt steht die Provision dem einen oder anderen Affiliate zu.

Shareit!-Modell-Befürworter: So könnte der erste Werber sagen ich habe den Interessenten für dich vorgewärmt, ohne mich hätte er nicht gekauft, deswegen ist es gerecht das ich die Provision erhalte.

ClickBank-Modell-Befürworter: Der zweite könnte natürlich sagen, nur durch meine E-Mail oder Werbung hat der Interessent gekauft, wäre deine so ausschlaggebend gewesen dann hätte er gleich beim ersten Mal gekauft.

Das klingt insgesamt ziemlich ausgeglichen und ist wirklich eine Frage des Blickwinkels.

Vorsicht vor der Cookiefall bei Shareit!

Doch wo lautert die Cookie-Falle von Shareit! nun genau?

Wie bei allen Fallen üblich lauert die Cookie-Falle von Shareit! im Verborgenen. Denn wie ich auf Nachfrage erfahren habe gilt das Cookie-Modell von Shareit! nicht pro Produkt sonder pro Hersteller.

Das heißt hat ein anderer Affiliate für irgendein Produkt des Herstellers für den Sie gerade als Affiliate arbeiten innerhalb der letzten 6 Monate einen Cookie gesetzt, dann erhält dieser Affiliate die Provision für das Produkt das Sie bewerben. Selbst dann wenn er das Produkt nicht beworben hat. Sie haben die Kosten für den Werbeaufwand und der andere erhält Ihren Gewinn.

Während es im normalen Fall, in dem ein Cookie nur pro Produkt gesetzt wird relativ selten zu Überschneidungen von Affiliates kommt, steigt das Risiko mit dem Produktangebot des Herstellers gewaltig.

Insbesondere wenn man daran denkt, dass viele Hersteller 3 – 4 große Launches pro Jahr über Shareit! abwickeln und somit immer munter neue Cookies gesetzt werden.

Ganz besonders gefährlich ist es in den Fällen in denen der Hersteller auch noch eine "Launchberatung" anbietet und über sein Shareit!-Konto die Produkte von fremden Anbietern vermarktet.

Dadurch wird Ihre Arbeit als Affiliate für Shareit!-Produkte zum Lotteriespiel, da Sie nie wissen, ob Ihr Werbeaufwand belohnt wird und Ihre Kosten gedeckt werden.

Wer profitiert von dem Cookie-Modell bei Shareit!?

Um zu sehen wer davon profitieren kann, folgend die verschiedenen Beteiligten:

Die Insider:
Alle denen das Cookie-Modell bei Shareit! bekannt ist können davon profitieren in dem Sie bei den Launches der großen Hersteller teilnehmen und ihre Cookies verteilen.

Der Hersteller:
Dem Hersteller ist das Modell relativ egal, da er in allen Fällen seinen Anteil am Verkaufserlös erhält. Für ihn ist das Modell sinnvoll wenn er eher Affiliates mit einer größeren Reichweite hat als viele kleine, da diese von diesem Modell eher profitieren.

Der große Affiliate:
Ist der klare Gewinner dieses Modell. Da er die größte Reichweite hat kann er die meisten Cookies verteilen. Dadurch profitiert er von der Arbeit der anderen Affiliates selbst wenn er das Produkt nicht beworben hat für das er Provision erhält.

Der kleine Affiliate:
Ist der klare Verlierer. Er hat den Aufwand und nur wenig Möglichkeiten einen gültigen Cookie zu setzen, der ihm Provision bringt.

 

Mit diesen 2 Schritten erhalten Sie als Affiliate die Provision die Ihnen zusteht

  1. Hersteller überprüfen:
    Prüfen Sie bei Shareit! wie viele Produkte der Hersteller hat für den Sie tätig werden wollen.
    Gehen Sie dazu bei Shareit! auf Produkt/Finden und filtern Sie dann nach dem Namen des Herstellers. Den erfahren Sie in der Regel auf der Partnerprogrammseite des Herstellers, alternativ können Sie auch nach einem bekannten Produkt des Herstellers über obige Suchfunktion suchen und erhalten dann den Namen des Herstellers.
    Hat der Hersteller nur ein Produkt (es kann sein dass es verschiedene Ausführungen von Produkten gibt, also nicht verwirren lassen falls mehrere angezeigt werden), ist die Gefahr nicht vorhanden, dass ein anderer Ihre Provision erhält.
    Finden Sie jedoch zwei oder mehr Produkte oder wie ich im aktuellen Fall 29, dann können Sie sich sicher sein, dass Sie an einer Affiliateprovisions-Lotterie teilnehmen, es sei denn, Sie beachten die folgenden Punkte.

     

  2. Cookies löschen lassen:
    Eine Möglichkeit die Chancen für Ihre Provision zu erhöhen, ist den Cookie durch Ihren Interessenten löschen zu lassen.
    Dazu müssen Sie mit offenen Karten spielen, dem Interessenten von Ihrer Provision erzählen und ihm einen zusätzlichen Anreiz bieten, diese Arbeit für Sie zu machen. In der Regel ist das ein Bonus den Sie ihm anbieten.

    Vorsicht: Diese Methode funktioniert nur zuverlässig, wenn der Hersteller kein eigenes Programm nutzt, dass mit Shareit! zusammen arbeitet. Erkennbar ist dies zum Teil daran, dass Sie sich in einer extra Partnerprogrammsoftware anmelden müssen und nicht den typischen Shareit!-Link erhalten. Im Zweifel sollten Sie den Hersteller einfach fragen.
    Denn häufig ist das bei den externen Systemen so, dass diese den Cookie von Shareit! gespeichert lassen, selbst wenn der Interessent diesen gelöscht hat.
    (Fragen lohnt sich auf jeden Fall, mich hat dieser Fehler beinahe den Gegenwert eines VW-Golf gekostet).

    Ein Tipp: Sie können sich viel Arbeit dadurch sparen, dass Sie auf Ihrem Blog einen Artikel schreiben in dem Sie erklären, wie man Cookies in den verschiedenen Browser löscht. Dann müssen Sie einfach nur immer auf diese Seite verweisen und nicht jedes Mal aufs neue erklären wie es funktioniert.
    Da die Cookies von Shareit! sehr kryptisch sind ist es wichtig, dass Sie Ihren Interessenten genau sagen wie der Cookie aussieht den sie löschen sollen, am sichersten ist es natürlich wenn alle Cookies gelöscht werden.

 

Fazit zur Cookie-Falle:

Wer als Affiliate in Deutschland aktiv ist muss sich mit der Thematik beschäftigen, da er sonst mit steigendem Erfolg immer größere "Verluste" hinnehmen muss.

Bei Provisionen von 10 – 1.600 Euro pro Produkt verspielen Sie sonst schnell den Gegenwert eines Kleinwagens, wenn Sie in die Cookie-Falle tappen.

Überlegen Sie sich also genau welches Produkt Sie von welchem Hersteller in welcher Form bewerben, damit Sie bei den Erlösen keine böse Überraschung erleben.

Sicher können Sie sich nur fühlen, wenn Sie Produkte über ClickBank bewerben, denn dort zählt zum einen der letzte Klick auf den Link und kann Ihr Interessent zum anderen genau auf dem Zahlungsformular sehen, ob die Provision Ihnen gut geschrieben wird. Sollte dies nicht der Fall sein, kann er seine Cookies löschen und den Kauf noch einmal vornehmen.

Sind Sie auch schon in die Cookie-Falle getappt?

Oder was halten Sie allgemein vom Cookie-Modell von Shareit!?

Ich freue mich auf Ihre zahlreichen Kommentare und bin offen für weitere Ideen, wie wir dieser Falle entgehen können.

Viele Grüße

Ihr

Dirk Henningsen

P.S. Aufgrund der Kommentare mache ich folgendes Angebot:

Der Artikel hat Ihnen gefallen und Sie möchten gerne dabei helfen, dass die Affiliiate-Provisionen gerechter verteilt werden?

Dann verweisen Sie von Ihrem Blog auf diesen Artikel und schreiben Sie an Shareit! oder andere Partnerprogrammbetreiber mit dieser Methode. Sprechen Sie auch die Hersteller, die Shareit! nutzen an und reden Sie über Ihre Bedenken, dass Sie keine Provision erhalten.

Als Argumentationshilfe können Sie gerne den Artikel verwenden oder mich bei Fragen ansprechen.